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Kennzeichnung von elektronischen Baugruppen

Laserbeschriftungssystem von ROMMEL bei JUMO

 
 
 

Trotz wirtschaftlicher Flaute hat JUMO in ein zukunftsweisendes Laserbeschriftungssystem für elektronische Baugruppen investiert. Durch Traceability undBeschriftung der Bauteile wird dem Produkt die Anonymität genommen und die Entstehung über unterschiedliche Firmen und sogar Kontinente transparent gemacht.

 
 

Auf allen Kontinenten sind Geräte und Systeme von JUMO im Einsatz, die physikalische Größen wie z.B. Druck, Temperatur und PH-Redox in den unterschiedlichen Branchen und Aufgabengebiete messen, regeln und registrieren. Innerhalb des Unternehmens hat sich die EMS- Dienstleistung im Bereich der Elektronikfertigung etabliert, die mit den modernen Produktionsanlagen qualitativ hochwertige Produkte herstellt.

 

Begonnen hat alles im Jahre 1948, dem Jahr als Moritz Kurt Juchheim in Fulda die Firma M. K. Juchheim, kurz JUMO, zur Produktion von Glaskontaktthermometer gründete. Schon seine Philosophie basierte auf der Herstellung qualitativ hochwertiger und präziser Instrumente in Verbindung mit bestmöglichem Service.  

 

Investitionen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit sind insbesondere im industriellen Bereich nicht selbstverständlich. Trotz wirtschaftlicher Flaute hat JUMO in ein zukunftsweisendes Laserbeschriftungssystem für elektronische Baugruppen investiert.

 

Resultierend aus der immer tiefergehenden Arbeitsteilung ist es bei den einzelnen Prozessschritten der Wertschöpfungskette bis hin zum Endprodukt technisch nicht mehr möglich, die vollständige Herkunft zu überblicken. Vor allem in sicherheitstechnisch relevanten Applikationen steigt der Anteil der eingesetzten Elektronik stetig an.

 

Hieraus resultiert ein immer größeres Haftungsrisiko für den Anbieter des Endproduktes. Diese entstandene anonyme Produktionskette birgt Gefahren. Durch Traceability und Beschriftung der Bauteile wird dem Produkt die Anonymität genommen und die Entstehung über unterschiedliche Firmen und sogar Kontinente transparent gemacht.

 

Das bisherige Bedrucken und manuelle Aufkleben der Label auf elektronische Baugruppen entfällt somit zukünftig bei Fa. JUMO. Die mögliche Gefahr, dass sich von den Platinen aufgeklebte Label lösen und somit die Luftstrecken in sicherheitsrelevanten Bereich unzulässig verändern, gehört mit der Laserbeschriftung der Vergangenheit an. Mit dem Laserbeschriftungssystem können je nach Kundenwunsch unterschiedliche Beschriftungsarten verwendet werden. Datamatrixcodes können aufgrund der besonderen Struktur hohe Informationsdichten auf kleiner Fläche darstellen. Die erforderlichen Lesegeräte sind verfügbar und Stand der Technik. 

 

Die bei Jumo gelieferte CO2-Laser Beschriftungsanlage „WL 2010 LC“ wurde mit einem Leiterplattenent- und aufstapler (LBS 04 T und LBS 04 TA) als eine Laser- Offline- Lösung im Lager installiert. Dadurch können die Lageristen die Leiterplatten direkt nach dem Wareneingang mit einer Kennzeichnung versehen und somit entweder sofort einem Fertigungsauftrag zuordnen und in die Fertigung senden, oder die gekennzeichneten Leiterplatten losweise einlagern.

 

Die Laserbeschriftungsanlage ist mit einer klar strukturierten und intuitiv zu bedienenden Benutzeroberfläche ausgestattet, die über drei Passwortebenen geschützt ist. Bereits das Umrüsten auf ein neues Produkt erfolgt durch den Programmaufruf, welcher mit Hilfe eines Barcode- Handscanners erfolgt. Dabei wird der Code auf den Auftragspapieren ausgelesen und das passende Beschriftungsprogramm automatisch aufgerufen. Auch wird die Information über das neue Produkt direkt an den Leiterplattenent- und aufstapler versendet, so dass hier keine zusätzlichen Rüstzeiten auftreten.

 

Um die spätere Kennzeichnung mit den vorhandenen Daten der Leiterplatte zu verknüpfen, wird bei Jumo eine Rüstkontrolle durchgeführt. Dazu erscheint bei Programmaufruf auf dem Bildschirm ein Rüstfenster, über welches der Bediener die Fertigungsauftragsnummer, die Teilenummer, die Auftragsmenge und die zu beschriftende Leiterplattenmenge eingeben kann. Diese Informationen werden dann in einem Datenabgleich mit den Fertigungsinformationen der Jumo- Datenbank geprüft und nur bei Übereinstimmung freigegeben. Ein Zähler führt während des Beschriftungsprozesses ein Soll/Ist- Vergleich durch, somit ist sichergestellt, dass nur die erforderliche Menge Leiterplatten zu diesem Auftrag gekennzeichnet wird.

 

Der Inhalt der aufzubringenden Beschriftung wird aus den abgeglichenen Informationen erstellt und mittels Datamatrix- Code, Barcode, Klarschrift oder einer Kombination auf die Leiterplatte aufgetragen.

 

Mit Hilfe eines integrierten Vision Systems erfolgt in der Laseranlage eine Fiducialvermessung der Leiterplatten, um höchste Wiederholgenauigkeit zu erreichen. Die Korrektur wird durch das in der Anlage befindliche XY- Achssystem ausgeführt. Auch eine Verdrehsicherheit ist über das Vision System gegeben, so dass bei verdrehter Eingabe des Leiterplattenstapels in den Entstapler, die Leiterplatten nicht beschriftet werden, sondern eine Warnmeldung ausgegeben wird.

 

Als besondere Funktion erfolgt durch Zuhilfenahme des Vision Systems auch eine „Good-/Badboard- Sortierung“. Leiterplatten im Nutzen, die mit einer definierten Bad- Marke gekennzeichnet sind, werden vom Vision- System erkannt und es wird keine Beschriftung aufgebracht. Diese „Nicht- Kennzeichnung“ erleichtert im späteren SMD- Produktionsprozess, dass die Einzelleiterplatten nicht bedruckt und bestückt wird, was wiederum Kosten einspart.

 

Die ROMMEL GmbH ist ein führender Hersteller von Verkettungs-Modulen, Automatisierungslösungen und Traceability-Systemen für die Elektronik- und Solarindustrie. Das Unternehmen mit Firmensitz in Ehingen, Deutschland, beschäftigt derzeit etwa 100 Mitarbeiter und ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Mühlbauer AG.

 

Das Produktportfolio der ROMMEL GmbH ist aufgeteilt in die Bereiche Boardhandling, Traceability, Automation und Solar. In allen Bereichen können Angebote von Einzelanlagen bis hin zu Komplettlösungen realisiert werden.

 

Der Bereich Boardhandling umfasst verschiedene Möglichkeiten für Einbringung, Transport, Zwischenpufferung und Ausgabe von Leiterplatten oder Werkstückträgern in einer SMD-Linie.

 

In dem Bereich Traceability werden Komplettlösungen entwickelt und realisiert, die eine automatische Kennzeichnung der zu fertigenden Produkte vornehmen, mit dem Ziel, die einzelnen Produktionsprozesse automatisch zu dokumentieren und zu archivieren.

 

Für die Prozessautomatisierung und Fertigung im Bereich Back-End stehen in der Produktsparte Automatisierung verschiedene Basismodule zur Verfügung. Ausgehend von den jeweiligen Kundenanforderungen und Automatisierungsaufgaben werden diese entsprechend kombiniert und weiterentwickelt.

 

Der Bereich Solar stellt die jüngste Produktsparte der ROMMEL GmbH dar. Neben Anlagen für den Transport von Solarmodulen in der Modulfertigung werden Testerzellen als auch individuelle, kundenspezifische Lösungen erarbeitet.

 

Innerhalb der Mühlbauer AG stellt die ROMMEL GmbH das Technologiezentrum für Boardhandling, Traceability sowie Automation und Solar dar. Die Einbindung in das weltweite Vertriebs- und Servicenetzwerk ermöglicht dem Unternehmen mit weltweitem 24h-Support immer nahe am Kunden zu sein.

 
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Letzte Änderung:16.06.2011
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